Der Gold-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi auf Goldsuche


Untertitelung: BR 2014 (Titelsong) – Achtung!
Hier kommt Checker Tobi. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der immer fragt.
Der die Action mag. Der, der alles wagt.
Der, der niemals klagt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der ständig rennt.
Der, der niemals pennt. Der auch manchmal flennt.
Der tausend Leute kennt. Das ist Tobi, Checker Tobi.
Checker Tobi! Hey Leute, ich bin über 200 m
unter der Erde in einem Bergwerk. Und zwar auf der Suche nach Gold. Das ist doch kein echtes.
Aber darum geht’s heute. Ob ich welches finde,
seht ihr in der Sendung. Wir gehen heute
auf eine richtige Schatzsuche. Ich will mir eine Krone schmieden
aus reinem, glitzerndem Gold. Warum die ganze Menschheit verrückt nach dem Metall ist,
sieht man sofort. Es liegt nicht nur daran,
dass es von allen Seiten glänzt. Gold ist deshalb so wertvoll, weil es davon weniger gibt
als von vielen anderen Metallen. Das Stück hier links ist aus Kupfer
und Zink und nur 40 Cent wert. Das Stück rechts ist aus reinem Gold
und kostet 17.000 Euro. Die drei Goldbarren
hier in Handygröße sind zusammen ganze 100.000 Euro
wert. Unfassbar oder? Schon die Könige im Mittelalter trugen wertvolle goldene Kronen
als Symbol ihrer Macht. Kein Wunder, dass ursprünglich
auch unser Geld aus Gold war. Es gibt Ringe aus Gold, Ketten, hauchdünnes Blattgold
für Verzierungen, aber auch in Elektronikbauteilen
steckt Gold. Sogar Raumfahrtingenieure
nutzen das seltene Metall. Das Gold, aus dem ich mir
meine Krone schmieden will, suche ich mir heute selbst.
Hoffentlich finde ich welches. Alle bereit zur Schatzsuche?
Hier kommt: Der Gold-Check. Jetzt die Checker-Fragen: Das check ich für euch. Meine Schatzsuche beginnt in Goslar
in Niedersachsen. Hier haben Bergleute
gut 1000 Jahre lang nach den unterschiedlichsten
Metallen gesucht. Sie haben hier auch Gold gefunden. Das Bergwerk ist heute
nur noch für Besucher geöffnet. Mal sehen, ob die Bergleute
etwas Gold für meine Krone
übrig gelassen haben. Martin hilft mir,
er kennt sich im Bergwerk aus. Hallo, Martin.
Hallo, servus Tobi. Grüß dich. Glück auf, hier am Rammelsberg. Bergleute begrüßen sich mit “Glück
auf”, das ist der Bergmannsgruß. Tags wie nachts, sonn-
wie feiertags. Immer Glück auf. Gehen wir Goldsuchen. Ja oder schauen,
ob welches noch da ist. Dazu musst du dich
gescheit anziehen. Das müssen wir von da oben holen. Das habe ich gar nicht gesehen.
Was ist das? Das sind die Kleiderkörbe
der Bergleute. Die hängen ihre Klamotten
an die Decke? – Ja. Bis zu 200 Bergleute
haben hier gearbeitet. Die Körbe waren für sie
superpraktisch. An der Decke konnten nach
der Schicht die Klamotten trocken und die Arbeiter
hatten unten genug Platz. Die haben hier Gold rausgeholt? V.a. Blei und Kupfer,
aber am Rammelsberg gab’s auch Gold. Ungefähr 1 g/t. Was bitte? 1 g/t?
Genau. Das mag sich nicht viel anhören. Das klingt nach sauwenig,
ehrlich gesagt. Das hört sich wirklich wenig an. Man schaufelt 1 t Zeug da raus
und da ist 1 g Gold drin? 1 g ist extrem viel
für Gold im Buntmetallerz. Na dann, schnell los. Wenn es nur so wenig gibt, dauert es
bestimmt eine ganze Weile, bis wir genug
für meine Goldkrone beisammen haben. Also, rein ins Bergwerk.
Ich will Gold. Ab jetzt sind wir im Berg.
Krass. Der Stollen
führt uns tief in den Berg. Über uns sind jetzt
mehr als 200 m Gestein. Das Tolle ist, ich arbeite gleich
selbst als Bergmann. Also Leute, bereit? 3, 2, 1 bohren! Was geht denn ab? So haben die da reingebohrt
in das Gestein? Acht Stunden am Tag.
Ach, komm. Jede Schicht, ja klar. An die winzigen Mengen Gold
im Gestein kommen Bergleute nur, wenn sie in die Bohrlöcher
Dynamit stecken und das Gestein absprengen. Wenn die Brocken Metall enthalten,
nennt man das Gestein Erz. Kann es sein, dass hier
irgendwo Gold drinsteckt? Das kann sein, ja.
Nur wir können das nicht sehen. Wir können es nicht einmal
mit einem Mikroskop sehen. Es gibt bei den Geologen
einen Trick, wie man das Metall
in so einem Brocken sichtbar macht. Und zwar durch einen
sog. Anschnitt und Anschliff. Ich habe dir
ein Stückchen mitgebracht. Wenn wir es rumdrehen, sieht man,
wie viel Metall hier drin ist. Wenn du mal genau hinguckst, siehst du auch,
in welcher Farbe das schimmert. Das sieht voll schön aus.
Das, was da glänzt, ist Katzengold. Hey, das war eine Checkerfrage. Das haben die Bergleute so genannt,
weil es ein Trugschluss ist. Ich hab noch
ein anderes Stück mitgebracht. Es sieht aus wie Gold,
es ist aber nicht so schwer. Aber es glänzt schön.
Das könnte echt Gold sein, oder? Das dachten die Bergleute auch.
Ja, genau. Aber es ist keins.
Sondern? Es ist eine
Eisen-Schwefel-Verbindung. Warum heißt es Katzengold?
Was denkst du denn? Wenn’s kein echtes ist,
weil’s für die Katze ist. Wahrscheinlich passt das gut. Katzengold wird auch Pyrit genannt
und ist heute nur wenig wert. Warum das Material
früher superwichtig war, habe ich
mit Steinzeitexperten Wulf gecheckt. Die Steinzeitmenschen schlugen einen
Feuerstein gegen das Katzengold. Das metallhaltige Katzengold
sorgt dafür, dass beim Schlagen
kleine Funken sprühen. Wer die Funken geschickt auffängt,
kann damit Feuer machen. Katzengold ist kein echtes Gold. Früher war es ein wichtiger Teil
eines Steinzeitfeuerzeugs. An das richtige Gold,
das im Erz steckt, kommt man nur, wenn man das zerkleinerte Gestein
in einem Hochofen erhitzt. Hier laufen
zusätzlich chemische Prozesse ab, die das Metall vom Stein trennen. Das Unglaubliche ist, dass selbst
in den ergiebigsten Goldminen in Australien oder Russland nur bis zu 5 g Gold
in 1 t Gestein stecken. Hier in Goslar
kommt nur 1 g/t zusammen. Stellt euch mal vor,
wie viel Gestein ich hier für meine Krone
rausschippen müsste. Das dauert mir zu lang.
Es muss noch woanders Gold geben. Wenn ich kein Gold aus dem Berg
kriege, wo kriege ich es dann her? Guck mal an einem Fluss.
Im Fluss gibt’s Gold? Ja, aber sicher. Verspreche ich dir.
Danke. Tschau. Glück auf.
Wo geht’s hier raus? Da lang.
Okay. Fluss, Fluss, Fluss, wo ist denn
dieser Fluss? Ah, da ist er ja. Na ja, erst mal eine Frage an euch. Checkt mal, ob ihr
die Antwort entdeckt. Die richtige Lösung
gibt’s zum Schluss. In Hessen habe ich
einen Fluss gefunden, in dem es Gold geben soll. Veit ist Profi-Goldwäscher und hat schon in den USA
oder Australien nach Gold gesucht. Also los: Es heißt doch immer
“Morgenstund hat Gold im Mund”. Du meinst,
hier im Fluss finden wir Gold? Ich hab in dieser ganzen Region
nach Gold gesucht. An diesem Bach hab ich
mehrmals was gefunden. An dieser Kiesbank,
wo du gerade stehst, haben wir gute Aussichten,
ordentlich was zu finden. D.h., wir müssen unser Zeug, was wir
rangeschleppt haben, aufbauen? Die zwei Gold-Waschrinnen
werden wir in den Bach legen und zwar an einer Stelle,
wo schön Strömung ist. Die Rinnen heißen auch Goldfallen. Das Wasser ist so kalt. Ah. Hier waschen wir nachher
goldhaltigen Kies und Schlamm aus. Das Material stammt
von den Hügeln in der Umgebung. Der Bach hat das
goldhaltige Gestein abgetragen. Du hast hier das grobe Material und dazwischen hast du
überall feines Material. Da dran klebt das Gold.
In diesem feinen … An diesem feinen Material
hängt das Gold. Das wird über das Sieb gekippt.
Du haust das jetzt da drauf? Immer drauf. Ja, genau, immer weiter. Ha.
Mehr. Warte.
Ja. Wieso ist Gold so wertvoll? Schmuck, Goldmünzen, aber auch
in der Hightech-Industrie: für Computerbauteile, für Handys. Da braucht man überall Gold?
In meinem Handy ist Gold? Die elektrischen Leiterbahnen,
das ist alles Gold. Weil das den Strom so gut leitet. Das stimmt,
Gold steckt auch in Handys oder solchen Computerplatinen. Das Material
leitet den Strom supergut und kann leicht verarbeitet werden. Raumfahrt-Ingenieure
nutzen goldhaltige Beschichtungen z.B. als Schutzisolierung. Die Helme der Astronauten
sind mit einer Goldschicht bedampft. Sie lässt schädliche Sonnenstrahlen
nicht durch, sondern wirft sie zurück ins All. Wie viel Gold gibt’s, wenn man
alles Gold der Welt zusammen nimmt? Wenn man alles Gold,
was auf der Welt vorhanden ist, zusammenschmilzt,
dann gibt es einen Würfel mit der Kantenlänge von 20 m.
20 m nur? Also von mir 20 m nach da,
nach da und nach oben. – Genau. Unfassbar. Das bisher
weltweit geförderte Gold ergibt zusammen nicht mehr
als so einen Würfel. Der passt locker
in ein Fußballstadion. Kein Wunder, dass Naturforscher,
sog. Alchemisten, schon vor vielen Hundert Jahren Gold künstlich aus andern Stoffen
herstellen wollten. Aber alle sind gescheitert. Richtiges Gold lässt sich
nicht künstlich herstellen. Von Natur aus gibt es
nur einen begrenzten Vorrat. Weiter geht’s
mit dem gesiebten Kies. Weil Gold
ein sehr schweres Material ist, bleiben die glitzernden Teilchen
in den Rinnen hängen. Das Wasser spült den leichteren Kies
und Sand einfach weg. Guck mal, da glänzt es
zumindest schon mal. Ja, genau hier, das ist Gold.
Hier hinten auch. Echt? Das ist schon Gold?
Ja, das ist Gold. Ach komm, krass.
Wie holen wir das raus? Wir holen das nachher,
ernten wir die Rinne. Ernten bedeutet,
dass wir den gesamten Sand, der in der Rinne liegt, nachher mit einer Goldwaschpfanne
auswaschen. Du spülst es jetzt ab.
Genau. Veit und ich müssen die Rinne
fein säuberlich ausspülen. Klar, jeder Krümel zählt. Jetzt muss das Ganze
in Bewegung gebracht werden. Wir schütteln jetzt
rechts und links. Immer so hin und her?
Einfach nur rechts, links. Ganz locker aus dem Handgelenk.
Ich mach das mal. Einfach so. Genau. Richtig schön locker.
Perfekt. Auch beim Waschen mit der Schüssel
nutzen wir aus, dass Gold ein schweres Metall ist. Durch das Hin-und-Her spülen wir die leichteren Sand-
und Kiesteilchen immer weiter weg. Wenn alles klappt, bleiben die schwereren Goldteilchen
am Pfannenboden liegen. Es fängt an, zu glitzern.
Das ist Gold? Das ist alles Gold, genau. Abgefahren. Seht ihr das?
Hier? Alles Gold. Das saugen wir ab.
Dafür gebe ich dir eine Pipette. Das Gläschen.
Ja, perfekt, weiter, weiter. So sieht man’s richtig gut. Wir haben wirklich Gold gefunden.
Hier im Fluss einfach. Wir haben einiges umgegraben.
Du hast ordentlich gearbeitet. Das ist eine gute Tagesausbeute.
Wie viel kann man kriegen, wenn man richtig gut ist
und Glück hat an einem Tag? Meine beste Ausbeute
an einer sehr guten Stelle, das ist gut eine Unze gewesen. Was ist eine Unze?
Eine Unze sind 31 g. Das ist eine Goldeinheit?
Das ist eine Goldeinheit, ja. Goldgräber rechnen in Unzen. Das sind zurzeit
etwas über 1000 Euro. Wie viel ist meins dann wert? Wir haben zusammen
vielleicht so 100 mg gefunden. 100 mg entsprechen so 3 Euro. Früher kamen viele Goldsucher
in einen richtigen Goldrausch. Das kann ich mittlerweile
sehr gut verstehen. Wer genau der Goldsucht
verfallen war, das gucken wir uns genauer an.
Zweite Checkerfrage bitte: In Kalifornien
an der Westküste der USA löste vor rund 170 Jahren
ein kleiner Goldfund in einem Fluss einen riesigen Goldrausch aus. Der Fund sollte geheim bleiben,
trotzdem wusste bald jeder Bescheid. Von überall her strömten Tausende
von Leuten an die Westküste der USA. Alle waren auf der Suche nach Gold. Irgendwann ist die Neuigkeit
von diesem Goldfund bis nach Europa rübergeschwappt. Auch von da haben sich
die Leute aufgemacht. Monatelang waren die
auf Schiffen unterwegs. Alle in der Hoffnung,
an der Westküste Gold zu finden und davon reich zu werden. Überall entstanden
Goldgräberlager und die wurden irgendwann
zu richtigen Städten. Bald schon lebten in Kalifornien nicht mehr 5000 Menschen,
sondern 250.000. Allerdings sind die wenigsten davon
wirklich reich geworden. Der große Goldrausch brach vor
ca. 170 Jahren in Nordamerika aus. Aus kleinen Dörfern wie
San Francisco wurden riesige Städte. Veit und ich haben hier
noch eine ganze Weile geschippt. Der große Fund
war aber leider nicht dabei. Mal sehen, wie weit ich
mit meinen paar Goldkrümeln komme. Ich will unbedingt diese Krone. Deshalb geht’s in Würzburg weiter. Ich bin mit Goldschmiedin Pia
verabredet. In ihrer Berufsausbildung
hat sie gelernt, wie man Kunstwerke
aus Gold anfertigt. Mal sehen, ob Pia
auch eine Goldkrone schmieden kann. Ah, ein Herz. Danke. Also, dritte Checkerfrage. Ich hab mein
mühsam gefundenes Gold dabei. Daraus will ich eine Krone bauen. Daraus willst du eine Krone bauen?
Ja, klar. Ich geb dir da ein bisschen was
noch von meinem Gold. Hast du selbst auch noch Gold?
Natürlich habe ich auch noch Gold. Das ist wesentlich mehr als das,
was du hast. – Krass. Das hätte ich mir denken können. Als Goldschmiedin braucht Pia
das glitzernde Material täglich. Mal sehen, ob ihr Vorrat
wirklich reicht, ich zähl mal nach. Das dauert ja ewig.
Wird schon reichen. Ich schätze mal, wie viele das sind. Ich habe das jetzt gezählt.
Sind genau 5832 Kügelchen. Mit meinen,
das sind noch einmal 132 … Wie kriegen wir daraus meine Krone?
Wir werden das Ganze einschmelzen. 5968 Kügelchen. Zum Schmelzen brauchen wir
die Goldkügelchen, Schutzkleidung und v.a. eine heiße Gasflamme. Weil unsere Goldmenge
immer noch nicht reicht, mischen wir Kupfer und Silber dazu. Dieses Mischen von Metallen
nennen die Goldschmiede “legieren”. Das weiße Pulver sorgt dafür, dass sich die Metallarten
gut mischen. Halt mal drauf.
Jetzt wird’s spannend. Das Metall schmilzt erst
bei mehr als 1000°. Woah, Alter, das glüht schon. 1093° brauchen wir. Tobi, wir geben jetzt das Gold dazu. Bisschen die Flamme wegnehmen,
damit ich da dran kann. Okay, weiter drauf. Krass, wie das dampft. Erst ganz zum Schluss
kommt das Silber zur Schmelze. Wenn sich alles gut vermischt hat,
muss das heiße Metall in die Form. Jetzt gießt du das da rein?
Ja. Ist das heiß. Aber kann das nicht wegfließen?
Ist das schon hart geworden? Die Kokille war ganz kalt.
Schau mal. Ein Mini-Goldbarren.
Das ist ein Mini-Goldbarren. Den schrecken wir noch kurz ab,
damit er kalt wird. Achtung. Als Nächstes hämmere ich
den Minigoldbarren richtig platt. Weil das von Hand
viel zu lange dauert, übernimmt den restlichen Job
eine Walze. Wenn der Mini-Goldbarren
nur noch 1,6 mm dick ist, muss das Ende gerade gesägt werden. Bist du sicher,
dass man das sägen kann? Willst du aufgeben?
Niemals. Jetzt geht’s.
Jetzt kannst du die Säge … Ah! Das ist super anstrengend. Wie soll man denn da Zacken
noch reinsägen? Hier, ganz viel Goldstaub,
der da runterfällt. Das ist doch auch alles was wert,
oder? Das fällt in das Fell rein und dann können wir das
nachher wieder raustun. Dann kann damit
weitergearbeitet werden. Auch wenn die Krümel
noch so klein sind, Goldschmiede heben alles auf
und schmelzen es später wieder ein. Das Sägen geht bei Pia
schneller als bei mir. Zum Schluss müssen noch
die scharfen Kanten ab. Wie weit sind wir?
So gut wie fertig. Echt, zeig mal.
Ich bin in den letzten Zügen. Ach, abgefahren. Ja, sieht gut aus. Aber wie machen wir das rund?
Das soll ja eine Krone werden. Dafür habe ich eine Ringbiegezange. Eine Ringbiegezange?
Das legt man da rein? Das legst du da rein, genau.
Einfach so? Genau und dann drücken.
Einfach drücken? Da geht nichts kaputt jetzt oder so?
Nö, es verbiegt sich halt. Ganz zudrücken?
Einfach immer weiter biegen? Immer weiter biegen. Sicher, dass das ganz zusammengeht?
Jetzt, oder? Passt. Die letzte Verbindung lötet Pia
mit einem kleinen Metallstückchen. Momentan sieht die
von so noch eiig aus, oder? – Oh ja. Da hilft nur rundklopfen. Fertig, oder?
Ja. Na ja, fast fertig. Was kommt jetzt noch?
Wir müssen das noch versäubern. Guck mal, wie viele Schläge
du da reingehauen hast. Du hast gesagt,
ich soll da draufhauen. Das muss wieder weggemacht werden. Außer du willst als König
eine zerdellte Krone tragen. Als Goldschmied braucht man Geduld. Aber geschliffen glänzt es
viel mehr als vorher, oder? Für die Goldkrone wird das Metall
geschmolzen, platt gewalzt, gesägt, gebogen und geschliffen. Bevor ich die Krone gleich aufsetze,
muss noch mein Logo drauf. Wir gucken uns noch jemanden an,
der auch eine Krone trug und auf den die Redewendung
“Reich wie Krösus” zurückgeht. Gold war schon immer
ein superseltenes und extrem wertvolles Material. Trotzdem waren die ersten Geldmünzen
noch aus richtigem Gold. Die hat König Krösus, der Typ hier, vor ungefähr 2500 Jahren
prägen lassen. Krösus war der Herrscher von Lydien,
einem Reich, das auf dem Gebiet
der heutigen Türkei lag. So ungefähr da. Da ist Deutschland,
da ist die Türkei. So sahen die Münzen aus. In das Gold hat der König
seinen Stempel prägen lassen. So einen Löwen hier. Damit klar ist,
das hier ist eine richtige Währung, also Geld, mit dem man
bezahlen kann. Weil das Gold
aber so ein seltenes Material ist und immer mehr Geld gebraucht wurde, entstand mit der Zeit
neue Münzwährung. Aus anderen billigeren Metallen,
wie z.B. auch unser Euro heute. Und irgendwann sogar Papiergeld, wo das Material
kaum noch was wert ist. Unsere Euromünzen
sind nicht aus Gold, sondern aus viel billigeren Metallen
wie Kupfer oder Nickel. Zur Sicherheit
lagern Länder wie Deutschland aber immer noch Tonnen an Gold
in ihren Tresoren. Die Bundesbank
besitzt momentan Barren im Wert von mehr als 95 Mrd. Euro. Das Gold
ist eine Notfall-Absicherung für unsere Geld-Währung. Alle gehen davon aus, dass Gold
immer etwas wert sein wird, weil es so wenig davon gibt. Und jetzt noch die Antwort
auf die Mitmachfrage. Ich wollte von euch wissen: Bestimmt habt ihr die Antwort
eben entdeckt. Guckt mal. Trotzdem waren die ersten Geldmünzen
aus richtigem Gold. Die hat König Krösus, der Typ hier,
vor ca. 2500 Jahren prägen lassen. Richtig ist also Antwort B.
Die Goldmünzen. Zum Schluss muss die Goldkrone
endlich dahin, wo sie auch hingehört. Achtung. Hm, die ist so wie ich. Ein bisschen klein,
aber eigentlich ganz nett, oder? Na ja, tschau.
Bis zum nächsten Mal. (Titelsong) – Achtung!
Hier kommt Checker Tobi. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der immer fragt.
Der die Action mag. Der, der alles wagt.
Der, der niemals klagt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der ständig rennt.
Der, der niemals pennt. Der auch manchmal flennt.
Der tausend Leute kennt. Das ist Tobi, Checker Tobi.
Checker Tobi! Untertitelung: BR 2014

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