Was ist Gold wert? | Reportage für Kinder | Willi wills wissen

Was ist Gold wert? | Reportage für Kinder | Willi wills wissen


. * Titelsong: Willi wills wissen * ♪ Wo geht das hin, das Rohr im Klo? ♪ Wer bringt meine Post nach Mexiko? ♪ Wie werde ich Astronaut,
wie wird ein Haus gebaut? ♪ Wie, wie, wie, wie? ♪ Wie wird man eigentlich
Bürgermeister? ♪ Und warum klebt Tapetenkleister? ♪ Wie löscht die Feuerwehr,
wo kommt die Kohle her? ♪ Wo, wer, wie? Da ist er ja. Also … 21. Zwölf. 23. Bingo. Wow. Her damit. * Willi schreit. * Ihr seid’s. Ihr habt mich
auf frischer Tat ertappt. Was soll ich sagen? Immer etwas Süßes
in Reserve zu haben, das ist echt Gold wert. Aber … … was Gold wirklich wert ist,
darum geht es heute. Gold steht seit Ewigkeiten
für Reichtum, Erfolg und Macht. Schon die alten Ägypter
haben es verarbeitet. Königs-Kronen sind aus Gold. Sieger werden
mit Gold-Medaillen geehrt. Gold macht aber auch gierig. Viele Menschen mussten schon
wegen des edlen Metalls sterben. Das will ich heute wissen. Los geht’s in Thüringen
mit einem Gold-Experten. Markus? Hallo!
– Hallo. Darf ich raten, was du da machst?
– Na? Goldfische angeln.
– Nicht ganz. Aber es hat was mit Gold zu tun. Hast du ein Paar Gummistiefel?
– Ich hab nur das eine Paar. Habt ihr ein Paar?
Ihr seid ja super. Danke schön.
Dann komm ich runter zu dir. Kannst du mir erklären, wie
der Bach heißt, in dem du stehst? Das ist die Grümpen,
einer der goldreichsten Bäche, die es in der Gegend gibt. Die Grümpen in Thüringen.
– Genau. Aber so goldreich scheint’s
ja nicht zu sein, wenn du hier der Einzige bist. Hallo, übrigens.
– Hallo. Lass mich erst testen,
ob meine Stiefel wasserdicht sind. Da kommt nichts rein. Und wer hat das ganze Gold
hier im Bach versteckt? Das kommt durch die Verwitterung
der Gesteine. Hier im Tal gibt’s besondere Steine,
die mit Gold angereichert sind. D.h., das Gold ist
von Natur aus hier? – Genau. Gold gibt es überall auf der Welt. Fette Gold-Adern findet man in: Um das Metall abzubauen,
geht’s tief in den Berg hinein. Oder gigantische Gruben
werden gebuddelt. In Deutschland
gibt’s nur wenig Gold. In Thüringen hat man
die besten Chancen, was zu finden. Unterirdisch ist ohne Riesen-Aufwand
nichts mehr zu holen. In Flüssen und Bächen kann man
als Hobby-Sucher fündig werden. Da gibt’s z.B.
solche Magnetit-Quarzite. Die sind fünfzehn- bis zwanzigfach
mit Gold angereichert gegenüber normalen Steinen.
– Da ist Gold drin? Ja. Wenn der Quarz dann verwittert,
durch den Bach rollt, wird er abgerieben,
wird dabei kleiner, dann wird das Gold,
was da drin ist, irgendwann frei. Das lagert sich an den tiefsten
Stellen im Bach ab und man kann es rauswaschen. Wasser transportiert Steine,
die Gold enthalten. Dabei löst es das Gold
aus diesen Steinen heraus. Das Beste ist: Wer Gold
in seiner natürlichen Form findet, dem gehört es. Goldschätze darf man
nicht einfach so behalten. Man schaufelt den Kies in den Eimer,
der wird gleich abgesiebt. Das feine Material wird dann
in einer Pfanne gewaschen. Kann ich mal ausprobieren?
– Ja. Also aus dem Bachbett?
– Ja. Da muss man erst mal runterkommen. Das muss aber auch
richtig schwer gehen. Jawohl. So, jetzt müssen wir
das durchsieben. D.h., das Feine muss
im Eimer landen. Das Grobe kippen wir weg. Willst du versuchen?
– Mach du mal vor. Erst mal so, dass das Wasser
hier bis hoch kommt. Und dann … Ich gucke jetzt mal, ob ein Riesen-Nugget dabei ist
oder etwas Spannendes. Ich hab einen Smaragd gefunden?
– Das ist Flaschenglas, aber hübsch. Wenn nichts Besonderes drin ist,
kipp ich das weg. Die großen Teile
haben wir nicht gefunden. Die Maschenweite von dem Sieb
muss so sein, dass das größte zu erwartende
Goldstück durchpasst. Also für Deutschland ist das okay,
oder? Das wäre
fast so groß wie ein Penny, äh, ein Cent-Stück. Ich bin schon im Goldrausch
wie die Amerikaner damals. Der Goldrausch
begann in Kalifornien. Dort wurde vor 160 Jahren ein
Nugget, ein Klumpen Gold, gefunden. Ratz, fatz wusste die halbe Welt
von der Entdeckung. Zigtausende Menschen zogen los
und riskierten ihr Leben, um auch mit Gold Geld zu machen. Nur wenige Glückspilze
wurden richtig reich. Dann wird alles
ordentlich aufgeschüttelt, damit das Gold auf den Boden
der Pfanne sinken kann. Hier haben wir
die ersten Eisenerz-Stückchen. Da haben wir so ein Rotes, Braunes.
Die beobachte ich. Warum die besonders? Wenn die drin bleiben,
bleibt das Gold mit Sicherheit drin, weil Gold noch schwerer ist. Wenn die runtersinken, dann würde
das Gold erst recht runtersinken. Das mache ich so lange, bis am Ende nur noch
schwere Minerale übrig bleiben. Das ist im Wesentlichen Eisenerz
und natürlich das Gold. Bisher haben wir gewaschen
und jetzt kommt das Ziehen. Beim Ziehen tut man sich alles
auf eine Seite. Mit etwas Wasser
und so Schaukel-Bewegungen zieht man sich Körnchen für Körnchen
über den flachen Boden der Pfanne. Hier muss man aufpassen. Siehst du?
– Hahaha. Das gibt’s nicht! Das gibt’s nicht. Das zeig ich euch jetzt mal. Das haben wir gefunden. Einen Gold-Flitter nennst du das?
– Ja. Hier. Mini-mini-mini-klein. Wahnsinn. Glück gehabt. Wir mussten
nur ca. zehn Minuten schaufeln und sieben und waschen … … und ziehen
und haben echtes Gold gefunden. Klein, aber fein, sag ich da. Das wird drüber gestülpt,
abgeschüttelt und jetzt ist es im Röllchen.
– Wow. Was wäre das wert? Das ist ca. ein Milligramm.
Also eineinhalb Cent. Eineinhalb Cent?
Das ist nicht viel. Allerdings ist das Stück
auch nur 0,001 g leicht. Ein Kilo Gold kostet
um die 16.000 Euro. Das klingt schon viel besser. Ich kann dir zeigen,
was die übliche Ausbeute ist. Was du hier siehst,
sind etwa vier bis fünf Wochenenden. Ich seh überhaupt nichts. Ah doch, da hinten drin.
– Wenn du von oben drauf schaust … Unten bei diesem Wassertropfen. Wer suchet, der findet.
– Ja. Es ist kein Reichtum,
aber ein tolles Erlebnis. Wollen wir mal schauen,
ob ich nicht noch mehr finde. Warte. Ich hab ein Geschenk
für dich. Was hältst du davon?
– Das ist Gold. In gewissem Sinne.
Aber es hat einen Vornamen. * Katze miaut. * Das ist Katzen-Gold.
– Bin ich jetzt reich, oder was? Katzen-Gold ist, wie der Name sagt,
Gold für die Katz. Das sieht aus wie Gold,
ist aber keins. Das ist ein hübsches Eisen-Mineral
und kommt gern mit Gold vor. Es ist nicht alles Gold,
was glänzt. Danke. Schaut euch das an. Und schaut euch das mal an: Herzlich Willkommen
zum lustigen Sprichwort-Raten. Film ab! * Hahn kräht. * Hier die Lösung.
Es geht um das Sprichwort: “Morgenstund’ hat Gold im Mund.” Mit anderen Worten:
Wer früh aufsteht, hat mehr vom Tag. Wer früh mit der Arbeit anfängt,
kann mehr erreichen. Ich bin bei der Gold-
und Silber-Scheideanstalt in Pforzheim.
Hier geht es darum, z.B. aus alten Münzen oder Schmuck
reines Gold zu gewinnen, um daraus wieder neue Münzen
oder Schmuck herzustellen. Das ist sehr kompliziert. Weil in den Gegenständen außer Gold
noch andere Metalle drin sind, die jetzt wieder raus müssen,
wie mir Andreas erklärt hat. Das Recycling lohnt sich,
weil Gold so wertvoll ist. Das tut einem ja fast leid. Das ist ein Ehering.
Hier steht sogar noch was. “Für Henri.” Der wurde mal romantisch jemandem
an den Finger gesteckt und wir schmelzen ihn jetzt ein. Auch die Münzen?
– Alles rein. Jetzt ist es hier so heiß
und da willst du, dass ich Handschuhe anziehe.
– Natürlich. Handschuhe zieh ich im Winter an,
wenn’s kalt wird. Handschuhe schützen dich
nicht nur gegen Kälte, sondern auch gegen Wärme.
– Wie warm wird das denn? Wir sprechen von Abgusstemperaturen
von ca. 1100°. So, jetzt brauchen wir
noch Schmelzpulver. Wozu ist Schmelzpulver gut?
– Das nimmt den ganzen Schmutz auf. Jetzt nehmen wir hier die Schale. Jetzt holst du da hinten
noch ein bisschen Kochsalz raus. Eine Spitze voll.
– Den hier? Wunderbar und das Ganze rein. Das ist ja echt wie beim Kochen.
– Jawohl. Kochsalz beruhigt die Schmelze
und macht den Fluss dünn. Wir stehen hier wie Zauberer,
die ihr Gold-Süppchen kochen. Wäre das möglich, aus irgendwelchen
Zutaten Gold herzustellen. Wenn ich das könnte,
würde ich hier nicht mehr arbeiten. Gold selbst herzustellen,
ist ein uralter Wunsch. Vor über 1000 Jahren versuchten
Wissenschaftler, sog. Alchemisten, eine Rezeptur für Gold
herauszufinden. Was die Menschen
damals noch nicht wussten: Gold besteht nur aus Gold. Man kann es gar nicht zusammenmixen. Jetzt nimmst du die Zange
und holst es raus. Das ist schwer!
– Super. Hoffentlich fällt er nicht um.
– Hier her. Und jetzt?
– Stell ihn hier ab. Und alles rübergießen. Oben, Willi. Oben.
Wunderbar, super! Jawohl, klasse! Gold findet man in Steinen oder vom Wasser herausgewaschen
in Flüssen und Bächen. 1848 brach in Kalifornien
ein Goldrausch aus. Zigtausende Menschen wollten damals
mit Gold ihr Geld machen. Heute ist ein Kilo Gold
ca. 16.000 Euro wert. Deshalb lohnt es sich,
altes Gold zu recyceln. Rausnehmen?
– Jawohl. Ah!
– Super. Cool. Kann man das
in die Hand nehmen? – Ja. So rumdrehen. Jawohl. Der ist ja ganz schwarz.
– Das ist die Schlacke. Da unten, siehst du,
da ist das Metall. Das ist noch nicht pures Gold,
aber reines Metall? Ja, ganz genau. Und das hier unten
ist der ganze Schrott, den wir auch raustrennen wollen.
– Genau. Die erste Scheidung ist vollzogen.
– Richtig. Jetzt merk ich die Hitze,
die kommt langsam durch. Hey! Das ist Schrott. Der Barren ist ein Mix aus Gold
und anderen Metallen. Während wir die Schlacke abreiben,
gibt es für euch was zu raten. Und hier eine Redewendung
zum Erraten: Film ab! Und hier die Lösung: “Jedes Wort
auf die Gold-Waage legen.” Damit sind Menschen gemeint, die alles wortwörtlich
und übergenau nehmen. Ähnlich einer Gold-Waage, einer
besonders empfindlichen Waage. Stefan zeigt mir,
wie es mit dem Barren weitergeht. Eins weiß ich schon: Das Metall
muss noch mal flüssig werden. Hier ist Königs-Wasser drin.
Darin lösen wir das Metall auf. Kann man da reinschauen?
– Ja, ich zeig’s dir. Ach so, da ist ein Guck-Fenster. Da wird was durchgequirlt. Königs-Wasser. Was ist das? Das ist eine Mischung aus Salz
und Salpeter-Säure. Das heißt so, weil es den König
der Metalle auflöst, das Gold. – Ah! Hier seht ihr das Ganze
im Labor-Versuch. Links im Glas
ein Mix aus Gold und Metall. Rein kommt Königs-Wasser. Boah! Das zischt. Was passiert da genau? Die Säure-Mischung
löst das Metall auf. Also, es ist ja nicht nur Gold drin.
Da ist ja Kupfer usw. drin. Genau. Wir bringen alle Metalle
in Lösung. Danach können wir
aus dieser Flüssigkeit das Gold mit einer Chemikalie
wieder ausfällen. Wenn wir das einschmelzen,
sieht das so aus. Das ist ein richtiger Gold-Barren. Das ist ein richtiger Gold-Barren. Der kann verarbeitet werden?
Zu Schmuck z.B.? Nein. Das Gold ist
noch nicht ganz rein. Wir brauchen noch
einen Reinigungs-Schritt. Wie läuft das dann?
Drüben. Alles klar. Dann nehm ich den mal mit.
Danke erst mal. Willi, wo hast du die Gold-Platte,
die dir der Stefan gegeben hat? Die müsste, die ist, äh … Hier ist sie! Du hast mir nicht nur Schutzbrille, sondern auch Schutzhandschuhe
angezogen. Was hat das mit Gold zu tun? Die hängen hier in der Salzsäure
und lösen sich auf. Hier hängen die Platten. Die hängen hier dran,
in diesem Sack drin. Warum wird das gemacht? Das Gold legt sich
auf dem Titan-Blech ab. Das sind so Bleche,
die da drin hängen. Das ist Gold?
– Ja. Das ist gelb! Die anderen Metalle,
die im Gold-Blech sind, die gehen in die Lösung
und bleiben in ihr. Au. Das sind keine Gold-Kekse,
das sind diese Platten, die du klein geschnitten hast.
– Genau. Ich will sie noch kleiner haben.
– Bitte schön. Damit die Kunden
genau die Menge Gold bekommen, die sie bestellt haben, werden die Platten zum Schluss
zu Kügelchen verarbeitet. Ratet mal, was ich hier mache. Ich schlage Gold. Der kommt wie
bei einem Trampolin zurück! Ich bin in einer Gold-Schlägerei, und zwar bei der Firma Noris
in Schwabach bei Nürnberg. Ich mach zur Sicherheit
die Zwei-Hand-Technik. Und ihr macht zur Sicherheit
das Ganze mit Maschinen? Ja. Das ist wesentlich komfortabler. Dann schauen wir uns die an.
Für dich. Los geht’s
mit einem kleinen Barren Gold. Mit wie viel Druck wird da
ungefähr gewalzt? Das sind mehrere Tonnen. So als ob ein Panzer drüberfährt? Ungefähr so. Vielleicht noch mehr. Armin ist der Junior-Chef der Firma. Dieter ist Schläger von Beruf,
ich meine natürlich Gold-Schläger. Kann ich’s ganz kurz haben? Das ist jetzt … Das geht nicht! Aber irgendwie ist es biegsam,
das Ganze. Das verformt sich beim Walzen. Das Gold an sich ist
ein sehr weiches Metall. Das lässt sich gut bearbeiten,
biegen oder strecken. Zehn Minuten später. Jetzt wartet mal und schaut, was da für eine lange
Gold-Stange rauskommt. Hilf mir mal, Dieter. Wow! Aber das ist noch nicht alles. Woooow! Immer noch ein Kilo Gold. Hier. Das wäre schon ein Gürtel. Reines Gold. Mittlerweile ganz schön lang
und fast so dünn, dass es auch reißen kann. Zehn Meter … … und ein paar Zentimeter. Der Hammer! Zum Schluss wird das Gold-Band
auf eine Spule gewickelt. Roter Knopf. Aus. Nehmen wir’s runter. Kann ich es mal in die Hand nehmen?
– Kannst du, ja. Aber nicht fallen lassen. Das ist immer noch wahnsinnig
schwer, aber ganz schön dünn. Das ist der allerlängste
Gold-Barren, den ich kenne. Wie lang ist der?
– 300 m circa. Dieses Band?
– Ja. 300 m, das ist im Stadion: Erste Kurve, Gegengerade,
zweite Kurve. Von 20 cm auf 300 m gewalzt.
– Wahnsinn. Hier, unser Gold-Schläger. Moment mal, Gold-Schläger,
du bist ja ein Gold-Walzer. Jetzt kommt
das eigentliche Schlagen. Dazu wird das Band als Erstes
in kleine Stücke geschnitten. Die kommen unter den Hammer. 200 Mal pro Minute saust
der mechanische Schläger runter, schneller als jeder Mensch
arbeiten kann. Heraus kommen 1800 Lagen
feinstes Blatt-Gold. Anschließend in Quadrate schneiden, in ein Büchlein legen, Trennblatt drauf und nächstes Blatt.
Ganz einfach eigentlich. Eigentlich. Für die Leistung krieg ich
keine Gold-Medaille. Die Blätter sind super-dünn. Würde man 12.000 Stück
übereinanderlegen, wäre der Stapel gerade mal
einen Millimeter hoch. Dünn genug,
um auch große Gegenstände wie Wetterfahnen, Uhren oder Statuen
verzieren und auch noch bezahlen zu können. Jetzt bin ich auf dem Weg zum
Bayerischen Hauptmünzamt in München. Hier werden meistens
Geldmünzen geprägt, heute aber auch Goldmünzen.
Wartet mal ab! Das ist ja wie am Flughafen hier. * Alarm *
Halt! Wohin? Ins Münzamt. Hallo, ich bin der Willi.
– Hallo, ich bin der Christian. Beim Münzamt bist du hier richtig.
– Sehr gut. Ich hab ein Problem:
Bei mir piept’s nämlich. Das ist ein Metall-Detektor
wie am Flughafen. Aber bewaffnet bin ich nicht.
– Nein. Oh. Was hast du denn
in der Hosentasche? Aha. Und wenn ich
mit dem Geld da reingehe und nachher wieder weggehe,
dann sagst du: “Böser Willi. Hast du das geklaut?”
– Genau. Das ist meins
und dann glaubst du’s mir nicht. Genau. Gehen wir, bitte. Gold und Geld. Die beiden Wörter
unterscheidet nur ein Buchstabe. Früher hat man auch
mit Gold bezahlt. Erfinder der Gold-Währung
war 560 v.Chr., vor ca. 2500 Jahren, König Krösus. Er lebte an einem Fluss, der jede Menge Edelmetalle
mit sich führte. Daraus lies er Münzen erstellen.
“Stater” nannte man sie. Mit den Statern startete Gold
seine Geld-Laufbahn. Wow! Das gibt’s nicht. Wow! Ist das Gold?
– Nein, das ist “Nordic gold”. Eben doch Gold.
– Das ist so eine Art Messing. So wie du es auch zu Hause hast,
deine Kerzen-Ständer, die gelben. Was wird daraus gemacht?
– Rat mal. Da ist ja nichts drauf. 20-Cent-Stücke?
– Das werden 20 Cent. Zurück, oder?
– Ja, bitte. Das Geld wird schon lange nicht mehr
aus wertvollem Gold geprägt, sondern aus billigerem Metall. Trotzdem lagert im Tresor
der Bundesbank in Frankfurt ein riesiger Goldschatz: 3400 t Gold
im Wert von 52,3 Milliarden Euro. Diese Gold-Barren sind eine Reserve
für Krisen-Zeiten. Sie sollen Vertrauen schaffen,
dass unser Geld etwas wert ist. Wie werden eigentlich Goldmünzen
geprägt? Siggi?
– Ja, hier. Bist du der Gold-Knabe,
der Goldmünzen hat? Ich nenn mich einen Gold-Fuchs
für deine Sendung. Das sind ja schon Goldmünzen.
– Hier sind die Rohlinge. Brauch ich da Handschuhe? Ausnahmsweise darfst du sie
so anlangen. Wie viel Gold ist da drin? Das ist pures Gold
und hat ein Gewicht von 15,5 g. Das kennt man aus Piraten-Filmen. Die nehmen die Goldmünzen
und sagen: “Es ist echtes Gold.” Darf ich auch draufbeißen?
– Ausnahmsweise. Nicht dass mir ein Zahn ausfällt.
– Das ist dann dein Risiko. Ich könnte es jetzt nicht sagen. Oh. Jetzt hab ich
ein Loch reingebissen. – Jaja. Genauso funktioniert das
beim Prägen. Dass was Härteres sich einprägt.
– Genau. Was machen wir mit der Münze?
Kannst du die noch prägen? Nein, die präge ich nicht mehr.
– Dann behalt ich sie. So war’s nicht gemeint. Quatsch. Münzen mit Fehlern
werden wieder eingeschmolzen und kommen erneut als Rohlinge an. Jetzt ist der untere Stempel
runtergefallen, ja? Eins, zwei drei.
Und fertig ist es. So schnell ging das?
– Ja. Auf der einen Seite ist Lübeck
und auf der anderen Seite steht “Bundesrepublik Deutschland”,
“100 Euro”. Die Sammler freuen sich schon
auf die nächste Münze? – Ja. Die muss noch schön verpackt werden. Das wird drüben
in der anderen Abteilung gemacht. Schaut euch mal die Uhr an.
Die passt gut zu dir. Also dann. Servus.
– Alter Gold-Fuchs, mach’s gut. Gold ist ein weiches Metall. Einen Ein-Kilo-Barren haben wir
zu einem 300 m langen Band gewalzt. Mit dem Hammer wird Blatt-Gold
so dünn geschlagen, dass 12.000 Lagen übereinander
nur einen Millimeter hoch sind. Im Hauptmünzamt wurde mir gezeigt, wie aus einem Gold-Rohling
eine 100-Euro-Sammler-Münze wird. Laufen wir schon? Hier bin ich noch einmal
mit einem goldenen Sprichwort und das lautet: “Reden ist Silber,
Schweigen ist … … Gold!”

14 Comments

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